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Erinnerungsabend im Gedenken an Bischof Dr. Andreas Stökl

Anlässlich des  zehnjährigen  Jahrestages des  Todes von   Bischof   Dr. Andreas  Stökl  hat  am 8. Mai  2016  ein Erinnerungsabend   in der Versöhnungskirche Tbilisi  stattgefunden,  an dem  Bischof  Hans-Joachim Kiderlen, Pastorin Irina Solej, der Bischof  der Baptistischen Kirche Malchas Songulaschwili, und die Vorsitzende des  Gemeinderates der Friedenskirche in Rustavi  Larisa Babaeva  teilgenommen haben.    Erinnerungen  haben auch David  Jandieri und Vova Lisunov mitgeteilt, die am Konfirmationsunterricht  mit Bischof  Stökl teilgenommen haben.  Der Bruder von Bischof  Stökl  Rudolf,  der  als Pastor in den ärmsten Stadtvierteln  der Stadt Alagoinchas  im Osten  Brasiliens tätig ist,   die Schwester  Dorothea und die  Söhne  Jonathan  und  Daniel haben  Briefe  mit  Grußworten geschickt  und  ihre große Dankbarkeit gegenüber der lutherischen  Kirche in Georgien für  das  gute und bleibende  Gedächtnis an ihren  Bruder und  Vater   zum Ausdruck gebracht.  Die Musikgruppe  (Robert Merabov -Akkordeon,  Albert Merabov -Kontrabass, Vova Lisunov -Flöte)  hat   diesen  Erinnerungsabend mit schöner  Musik begleitet. Es wurden Fotos gezeigt, einen Teil hat Bischof   Stökl  selbst gemacht, denn er war ein begeisterter  Fotograf.  Zum Schluss  haben wir  Taizé-Lieder gesungen, die Bischof  Stökl  durch  sein ganzes  Leben  trugen und  es ist ihm gelungen, unseren Jugendlichen und Erwachsenen  in den  Gemeinden  diese  Gesänge   beizubringen. 

Ich möchte mich an die Worte von  Bischof   Stökl  erinnern, die  er  in  einem   seiner  letzten  Artikel  im  “Kirchenboten”  von April  2006  geschrieben hat.   Es war kurz vor Ostern und wir lesen:  “Wem bleibt das  letzte Wort  in unserem Leben  und Tod? ” Jeder Christ  muss die Antwort  auf  diese Frage  wissen, die Antwort ist  im Wort  Jesu Christi:  “Ich lebe, und ihr sollt auch leben!”  

Pastorin Irina Solej

Besuch von Landesbischof July bei der ELKG und in Georgien

Für die ELKG war es eine Freude, Landesbischof Dr. Frank Otfried July fünf Jahre nach seinem ersten Besuch, damals zum zehnten Jahrestag der Eröffnung des Saltet-Hauses, wieder bei uns begrüßen zu können. Der Besuch vom 8. bis 11. April 2016 galt aber nicht nur uns, der kleinen Partnerkirche der großen Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Württemberg, sondern auch den anderen Kirchen und Religionen Georgiens. Insbesondere mit der Georgisch-Orthodoxen Kirche unterhält die württembergische Kirche seit langem gute Beziehungen. Bischof July ist einer der Vizepräsidenten des Lutherischen Weltbunds (LWB) und auch als solcher an der Lage der Religionen und Konfessionen in Georgien und ihren Beziehungen zum Staat und untereinander interessiert.

So folgte auf den sehr freundlichen Empfang durch Patriarch Ilia II. gleich am Morgen des ersten Besuchstags ein langer Austausch im Rat der Religionen beim Ombudsman Georgiens, in dem fast alle Minderheitsreligionen und –konfessionen vertreten sind. Bischof July erläuterte u.a., wie in Deutschland sich die Beziehungen zwischen dem Staat und den Kirchen und Religionen und Religionsgemeinschaften untereinander gestalten. Das fand großes Interesse insbesondere bei den anwesenden Leitern muslimischer Gemeinden, die für sich nach einem selbstbestimmten Platz in Staat und Gesellschaft in Georgien suchen. Danach, am Nachmittag, hielt Bischof July einen Vortrag in der Staatlichen Ilia-Universität über „Die Rolle der Kirchen und Religionsgemeinschaften in Deutschland im Zusammenwirken von Staat und Gesellschaft“.

Erst der zweite und der dritte Besuchstag waren dem Leben der ELKG gewidmet. Im Saltet-Haus trafen Bischof July, seine Frau Edeltraud July und Kirchenrat Klaus Rieth Mitarbeiter und Bewohner zum Gespräch. Am Nachmittag versammelten sich fast alle Mitarbeiter mit leitenden Funktionen in Kirche und Diakonie, - die Mitglieder des Präsidiums, Pastoren, die Koordinatoren für die Arbeit mit Frauen, Männern und Kindern, die Vorsitzende der Revisionskommission der ELKG, die Buchhalterin, Vorsitzende von Gemeindekirchenräten, die Vorsitzende des ELDWD, die Koordinatorin des DDhP, die Leiterin der Kirchenkanzlei, - und sprachen über Möglichkeiten und Probleme ihrer Arbeitsbereiche und der Kirche. Bischof July lobte die breite Verteilung von Verantwortung und das Engagement aller Beteiligten. Er sicherte der ELKG auch für die Zukunft die Unterstützung der württembergischen Landeskirche zu und überreichte eine Geldspende, über deren Verwendung wir uns noch Gedanken machen müssen.

Zum Gedenken an 500 Jahre Reformation Martin Luthers pflanzte Bischof July eine Linde in unserem Garten. Viele Gemeindeglieder und Jugendliche waren anwesend und griffen zum Spaten. In der anschließenden Begegnung mit Jugendlichen, die meisten im Konfirmationsalter, ging es um die Konfirmation als persönliches Ja zum Glauben. - Höhepunkte und Abschluss des Besuchs waren die Gottesdienste am Sonntag in Tiflis, in dem Bischof July die Predigt hielt, und in Bolnisi, zu dem er mit seiner Frau und Kirchenrat Rieth Pastor Viktor begleitete. – Der Besuch hat uns ermutigt auf unserem Wege. Er hat uns auch neue Ideen gegeben für unsere Arbeit. Es spricht für den christlichen Geist enger Verbundenheit zwischen unseren Kirchen, wenn der geistliche Leiter einer Landeskirche mit 2,1 Millionen Mitgliedern bereit ist, so intensiv das Gespräch mit einer Kirche von weniger als siebenhundert Mitgliedern zu suchen! Dem Wirken des Heiligen Geistes, dem sich bekanntlich die Kirche verdankt, sind Zahlen und die Größenordnungen dieser Welt eben eher gleichgültig.

 Bischof Hans-Joachim Kiderlen